Die 70iger erinnert Ihr Euch noch:

Die Bekleidung wurde weit und blumig. Hosen mit Schlag und Schuhe mit Plateau-Sohlen waren der letzte Schrei. Im Sommer trug man Clogs, kaum zu glauben, dass man in solchen Dingern tatsächlich laufen konnte. Die Frauen schmückten sich mit weit wallenden Kleidern und im Sommer trugen sie breitkrempige Hüte oder luftige Tücher um den Kopf geschlungen. Im Herbst/Winter war der Poncho ein unbedingtes Muss. Die Mini-Mode war nach wie vor beliebt.

 

 


Einer der e
rsten Kawasaki Importeure

 

Und wie war das bei den Motorrädern? Die japanischen Marken hatten sich seit wenigen Jahren einen grossen Marktanteil erobert und liefen den Europäern den Rang ab. Das war absolut verständlich, denn die „Europärer“ waren meist viel teuer und in der Ausstattung den japanischen Maschinen deutlich unterlegen. Vernünftige 250ccm – und 350ccm Einsteigerfahrzeuge gab es nicht. Die Japaner hingegen überzeugten durch modernes Design, frische Formen und Farben, mit erstklassigen Armaturen ausgestattet, zuverlässig und schnell.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Motorräder wie die Kawasaki Mach III, die Mach IV, die Z900 oder Z650, die Suzuki 500 Titan, die 3 Zylinder GTs, die Honda CB 750, oder die RDs von Yamaha wurden schnell zur Legende.

Die Überheblichkeit der europäischen Hersteller, dass der Kunde das kaufen muss, was man ihm vorsetzt rächte sich nun. Der Paradigmenwechsel vollzog sich rasch und für viele Unternehmen recht schmerzvoll. Die meisten Unternehmen in England, Deutschland und Italien mussten spätestens Ende der 70iger schliessen.

Seither haben wir uns immer intensiver mit den Marken Kawasaki und Suzuki beschäftigt. Wir haben zum Beispiel auf der Basis einer T500 Suzuki eine wassergekühlte Rennmaschine mit GT 750 Zylindern auf die Räder gestellt. EGLI, Bimota und Rickman Chassis wurden aufgebaut.

Die nachfolgende Kawasaki Werbung aus den USA zeigt, dass auch die 4-Takt Kawas äusserst beliebt waren.